Kostenauflösung in fixe und variable Bestandteile

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Die Kostenauflösung ist die Voraussetzung für eine entscheidungsorientierte Kostenrechnung.

Der Soll-Ist-Vergleich ist das Kernstück der Plankostenrechnung. Die dort ausgewiesenen Abweichungen haben ganz unterschiedliche Ursachen. Die wichtigsten sind:

  • die Istpreise weichen von den Planpreisen ab
  • die Istmengen weichen von den Planmengen ab
  • die Istbeschäftigung weicht von der Planbeschäftigung (Planbezugsgröße) ab

Wenn die Istbeschäftigung von der Planbeschäftigung abweicht, kommt es zu einer Beschäftigungsabweichung. Diese Beschäftigungsabweichung geht allein auf die Berücksichtigung der fixen Kosten im Plankostenverrechnungssatz zurück. Somit haben die Kostenstellenleiter nur die Verbrauchsabweichung zu verantworten. Es müssen alle anderen Abweichungen aus dem Soll-Ist-Vergleich eliminiert werden. Um die Beschäftigungsabweichung aus dem Soll-Ist-Vergleich auszuschalten, müssen die Plankosten in fixe und variable Anteile aufgespalten werden.

Methoden der Kostenauflösung

  • Differenzen-Quotienten-Verfahren (Proportionaler Satz)
    Es müssen zu zwei verschiedenen Ausbringungsmengen die zugehörigen Gesamtkosten bekannt sein. Aus der Division der Kostendifferenz durch die Beschäftigungsdifferenz ergibt sich der proportionale Satz (variable Stückkosten). Danach wird die Höhe der Fixkosten ermittelt.
    Differenzen-Quotienten-Verfahren (Proportionaler Satz)
  • Grafische Methode (Streupunktdiagramm)
    In ein Diagramm (horizontale x-Achse mit Beschäftigung und vertikale y-Achse mit Kosten) werden die bereinigten Istzahlen der Vergangenheit eingetragen. Durch die Punkte wird eine Ausgleichsgerade gezeichnet, die möglichst geringe Abstände zu den markierten Kostendaten aufweisen sollte. Der Schnittpunkt dieser Geraden mit der Kostenachse gibt die Höhe der Fixkosten an.
    Grafische Methode (Streupunktdiagramm)
  • Methode der kleinsten Quadrate
    Wie bei der vorigen Methode werden in ein Diagramm die bereinigten Istzahlen der Vergangenheit eingetragen. Jetzt erfolgt eine Trendberechnung ersten Grades nach der Methode der kleinsten Quadrate (mathematisches Standardverfahren zur Ausgleichungsrechnung).
  • Buchtechnische Kostenauflösung
    Es werden in der Kostenartenrechnung die einzelnen Gemeinkostenarten als fix oder variabel eingestuft. Dabei wird systematisch durch den Kostenplan gegangen und die Kostenarten den beiden Kategorien (fix oder variabel) zugeordnet. Probleme ergeben sich bei Mischkosten (Kosten, die sich aus variablen und fixen Bestandteilen zusammensetzen). Dieses Verfahren wird häufig als ungeeignet angesehen.
  • Planmäßige Kostenauflösung
    Es werden die einzelnen Gemeinkostenarten kostenstellenweise als fix oder variabel eingestuft.
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