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Die Unterscheidung in fixe und variable Kosten ist die Grundlage der Teilkostenrechnung, deren wesentliches Interesse in der Deckungsbeitragsrechnung und der Gewinnschwellenrechnung liegt.
Wenn die Kostenrechnung als Hilfsmittel unternehmerischer Entscheidungen eingesetzt werden soll, muss sie Auskunft geben können, wie sich der Gesamtkostenblock bei Beschäftigungsschwankungen verändert.
Dazu muss der Gesamtkostenblock in fixe und variable Kosten aufgeteilt werden. Mischkosten sind Kosten, die sich aus variablen und fixen Bestandteilen zusammensetzen.
Als "variabel" oder beschäftigungsabhängig wird der Teil der Kosten bezeichnet, der sich bei einem Anstieg oder Rückgang der Kapazitätsauslastung (Beschäftigung) verändert. Die Reaktion der Kosten auf die Veränderung fallen aber unterschiedlich aus. Variable Kosten gibt es als:
Proportionale Kosten:
Nehmen wir als Beispiel eine Tischlerei. Wir
unterstellen Materialkosten von 100 Euro pro Stück.
| Produzierte Erzeugnisse in Stück |
Proportionale Kosten in Euro | |
|---|---|---|
| Gesamt | je Stück | |
| 0 1 50 100 150 200 |
0 100 5.000 10.000 15.000 20.000 |
100 100 100 100 100 100 |
Progressive Kosten (überproportionale Kosten):
Diesen Zusammenhang kann man sehr
gut am Beispiel von Betriebskosten für eine Maschine erläutern. Ab einer bestimmten Auslastung steigen die
Betriebskosten und der Verschleiß nimmt zu.
Auch bei den Lohnkosten gibt es diesen Zusammenhang. Arbeitnehmer eines Unternehmens sollen an 8 Arbeitsstunden pro
Tag insgesamt 80 Stück eines Produktes herstellen. Wenn bei großer Nachfrage die Arbeitszeit auf 10 Stunden erhöht
wird, kann man davon ausgehen, dass keine 100 Stück pro Tag erstellt werden. Weniger Stück pro Stunde wären das
Ergebnis. Die Lohnkosten pro Stück steigen. Der gleiche Fall würde auch auftreten, wenn der Arbeitgeber für
Überstunden Zuschläge zahlen muss. Dann würden die Lohnkosten pro Stück sogar steigen, wenn die Arbeitsleistung in
den Überstunden gleich bleiben würde.
Degressive Kosten (unterproportionale Kosten):
Diesen Zusammenhang kann man sehr
gut beim Einkauf von Material beobachten. Mit steigenden Bestellmengen gewähren die Lieferanten mehr Rabatte. Die
Bezugspreise pro Stück nehmen also ab.
Regressive Kosten:
Diesen Zusammenhang kann man sehr gut am Beispiel von
Heizkosten in Veranstaltungsräumen erläutern. Bei steigender Besucherzahl muss weniger geheizt werden. Diese
Kostenverlaufsform ist am wenigsten anzutreffen.
Die verschiedenen Arten von Kostenverläufen
Es sind die Gesamtkosten dargestellt.
Einzelkosten sind stets variable Kosten. Nicht alle variablen Kosten sind aber Einzelkosten. Damit gilt:
oder:
Einen praktischen Einstieg zum Thema Kostenrechnung liefern folgende Bücher:
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